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Patentanmeldung Kosten 2026: Gebühren beim DPMA & Anwalt

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Enrico Baier · Aktualisiert 15. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Kurzantwort: Eine Patentanmeldung beim Deutschen Patent- und Markenamt kostet 2026 in der elektronischen Anmeldung ab 40 € Grundgebühr, mit Recherche- und Prüfungsantrag kommen weitere 300–350 € hinzu. Wer einen Patentanwalt beauftragt, muss zusätzlich mit 2.500–6.000 € rechnen.

Was kostet die Anmeldung beim DPMA?

Die amtlichen Gebühren für die Anmeldung selbst sind vergleichsweise gering, Recherche und Prüfung machen den größten Teil der offiziellen Kosten aus.

Gebührenart Online-Anmeldung Papieranmeldung
Anmeldegebühr (bis 10 Patentansprüche) 40 € 60 €
Rechercheantrag 300 € 300 €
Prüfungsantrag 350 € 350 €

Was kostet ein Patentanwalt?

Die anwaltlichen Kosten hängen stark vom Umfang und der technischen Komplexität der Erfindung ab.

Leistung Aufwand Kosten
Erstberatung und Recherche einmalig 300–600 €
Ausarbeitung der Patentschrift je nach Komplexität 2.000–5.000 €
Betreuung bis zur Erteilung über 2–3 Jahre 500–1.500 €

Welche laufenden Kosten entstehen nach der Erteilung?

Nach der Patenterteilung fallen jährlich steigende Aufrechterhaltungsgebühren an, solange das Patent bestehen bleiben soll.

Patentjahr Jahresgebühr Bemerkung
3. Jahr 70 € erste fällige Jahresgebühr
5. Jahr 120 € steigt jährlich
10. Jahr 290 € deutlich höher
20. Jahr (letztes Jahr) 1.940 € Höchstlaufzeit erreicht

Wovon hängen die Kosten ab?

Die Kosten einer Patentanmeldung hängen vor allem von der technischen Komplexität der Erfindung ab, da aufwendige Patentschriften mehr anwaltlichen Arbeitsaufwand erfordern. Auch die Anzahl der Patentansprüche spielt eine Rolle, da ab dem elften Anspruch zusätzliche Gebühren anfallen. Wer eine internationale Anmeldung über das PCT-Verfahren anstrebt, muss mit deutlich höheren Gesamtkosten rechnen. Nicht zuletzt beeinflusst die Erfahrung des beauftragten Patentanwalts das Honorar.

Tipps zum Sparen bei der Patentanmeldung

  • Selbst recherchieren vor der Anmeldung: Eine eigene Vorabrecherche in Patentdatenbanken wie DEPATISnet kann unnötige Anmeldekosten für bereits bestehende Erfindungen vermeiden.
  • Erfinderberatungsstellen nutzen: Viele Handwerkskammern und Erfinderverbände bieten kostenlose oder vergünstigte Erstberatungen an, bevor ein kostenpflichtiger Patentanwalt beauftragt wird.
  • Anmeldung online statt auf Papier einreichen: Die elektronische Anmeldung beim DPMA ist günstiger als die postalische Einreichung und spart bereits bei der Grundgebühr Geld.
  • Anspruchszahl begrenzen: Wer sich auf höchstens zehn Patentansprüche beschränkt, vermeidet die zusätzliche Gebühr pro weiterem Anspruch.
  • Fördermittel prüfen: Programme wie WIPANO unterstützen kleine und mittlere Unternehmen finanziell bei Patentanmeldungen und den anwaltlichen Kosten.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Patentanmeldung beim DPMA?
Bis zur Erteilung vergehen in der Regel zwei bis vier Jahre, abhängig von der Komplexität der Erfindung und der Auslastung des Amtes.
Ist eine Patentanmeldung ohne Anwalt möglich?
Ja, grundsätzlich kann jeder selbst eine Anmeldung einreichen, bei technisch komplexen Erfindungen wird die Unterstützung durch einen Patentanwalt jedoch dringend empfohlen.
Was kostet eine internationale Patentanmeldung?
Eine PCT-Anmeldung für mehrere Länder kostet je nach Anzahl der Zielländer meist zwischen 5.000 und 15.000 € einschließlich Übersetzungs- und Anwaltskosten.
Was passiert, wenn die Jahresgebühren nicht gezahlt werden?
Wird eine Jahresgebühr nicht fristgerecht entrichtet, erlischt das Patent, eine Zahlung ist dann nur noch mit Verspätungszuschlag innerhalb einer Nachfrist möglich.
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Die genannten Gebühren entsprechen den DPMA-Amtsgebühren für 2026 und können sich durch Gesetzesänderungen oder individuelle Anwaltshonorare unterscheiden.

Quellen

EB
Enrico Baier Tech-Redakteur mit SaaS-Erfahrung, Softwareentwickler, SAP Certified Application Associate, 5 Jahre Erfahrung
„Ich arbeite seit fünf Jahren im Software- und Tech-Umfeld und kenne digitale Anwendungen auch aus Entwicklerperspektive. Bei kostenfrage.com erkläre ich, welche Kosten bei Software, SaaS und digitalen Lösungen entstehen und was du dafür erwarten kannst.“ Die Beiträge von Enrico Baier basieren auf umfangreicher Recherche, aktuellen Daten und fundierten Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen.

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