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Girokonto Kosten 2026: Kontoführungsgebühren im Vergleich

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Wolfgang Peters · Aktualisiert 10. September 2026 · 2 Min. Lesezeit

Kurzantwort: Ein Girokonto kostet 2026 je nach Bank und Kontomodell unterschiedlich viel. Viele Anbieter wie ING, C24 Bank oder N26 bieten ein Konto komplett kostenlos an. Andere Banken erlassen die Gebühr nur unter bestimmten Bedingungen: Bei ING entfällt die Kontoführungsgebühr, wenn monatlich mindestens 1.000 € Gehalt, Rente oder Kindergeld eingehen oder man unter 28 Jahre alt ist, sonst werden ab dem dritten Monat 4,90 € fällig. Bei comdirect reicht ein monatlicher Geldeingang von mindestens 700 €, sonst fallen ebenfalls 4,90 € an. Wird keine dieser Bedingungen erfüllt, liegen die Kontoführungsgebühren bei klassischen Filialbanken oft bei 9,90 € im Monat. Zusätzlich können Kartengebühren anfallen: Für eine Girocard werden meist 1,00 bis 1,49 € im Monat berechnet, für eine Kreditkarte 1,25 bis 1,90 €. Laut Bundesbank-Daten zahlen rund 23 Prozent der Kontoinhaber in Deutschland gar nichts, 15 Prozent bis zu 5 € und 25 Prozent zwischen 5 und 10 € im Monat.

Welche Banken bieten ein kostenloses Girokonto?

Zahlreiche Direktbanken verzichten inzwischen komplett auf Kontoführungsgebühren, unabhängig von Geldeingang oder Kontonutzung.

Bank Kontoführungsgebühr
ING Girokonto 0 € (siehe Bedingungen)
C24 Bank Smartkonto 0 €
N26 Standard 0 €

Was kosten Girokonten mit Bedingungen?

Einige Banken erlassen die Kontoführungsgebühr nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden – etwa ein Mindestgeldeingang oder ein bestimmtes Alter.

Bank Gebühr ohne Bedingungen
ING (ohne 1.000 € Geldeingang, ab 28 Jahren) 4,90 €/Monat
comdirect Aktiv (ohne 700 € Geldeingang) 4,90 €/Monat
HVB PlusKonto (ohne Bedingungen erfüllt) 9,90 €/Monat

Was kosten Karten zum Girokonto?

Neben der reinen Kontoführung fallen bei manchen Banken zusätzliche Gebühren für Girocard oder Kreditkarte an.

Karte Kosten pro Monat
Girocard ca. 1,00–1,49 €
Debitkarte oft kostenlos
Kreditkarte ca. 1,25–1,90 €

Wie viel zahlen Bankkunden in Deutschland tatsächlich?

Laut Daten der Deutschen Bundesbank verteilen sich die monatlichen Kosten für ein Girokonto wie folgt.

Monatliche Kosten Anteil der Kontoinhaber
0 € ca. 23 %
bis 5 € ca. 15 %
5–10 € ca. 25 %

Die Bankgebühren für ein Girokonto lassen sich als Werbungskosten mit einer Pauschale von 16 € jährlich steuerlich geltend machen, ohne dass ein Nachweis erforderlich ist.

Wovon hängen die Kosten ab?

Neben der Bank selbst beeinflussen weitere Faktoren die Kontokosten: der monatliche Geldeingang, da viele Banken die Gebühr daran koppeln; das Alter, da junge Kontoinhaber häufig kostenlose Konditionen erhalten; sowie zusätzliche Leistungen wie Fremdwährungskonten oder Dispositionskredit-Zinsen.

Tipps zum Sparen beim Girokonto

  • Kostenlose Direktbanken prüfen: Viele Online-Banken bieten ein Girokonto ganz ohne Kontoführungsgebühren an.
  • Bedingungen für Gebührenerlass erfüllen: Ein Mindestgeldeingang lässt sich oft einfach durch die Gehaltsüberweisung sicherstellen.
  • Kartengebühren vergleichen: Manche Banken bieten Girocard oder Kreditkarte kostenlos zum Konto dazu.
  • Steuerpauschale nutzen: Die 16 € Werbungskostenpauschale für Kontogebühren wird automatisch berücksichtigt.
  • Wechsel regelmäßig prüfen: Neukundenboni und günstigere Konditionen lohnen sich oft bei einem Bankwechsel.

Häufige Fragen

Gibt es kostenlose Girokonten?
Ja, viele Direktbanken bieten Konten ganz ohne Kontoführungsgebühr an.
Was kostet ein Girokonto ohne Bedingungen?
Meist zwischen 4,90 und 9,90 € im Monat.
Was kostet eine Kreditkarte zum Girokonto?
Meist zwischen 1,25 und 1,90 € im Monat.
Kann man Kontogebühren steuerlich absetzen?
Ja, pauschal mit 16 € jährlich als Werbungskosten.
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Alle genannten Preise sind Richtwerte auf Basis aktueller Marktdaten ohne Gewähr und können sich durch Konditionsänderungen der Banken ändern. Diese Seite ersetzt keine Finanzberatung.

Quellen

WP
Wolfgang Peters Finanzredakteur, Studium Journalismus, Redakteur seit 30 Jahren
„Seit 30 Jahren arbeite ich als Redakteur und beschäftige mich intensiv mit Finanz- und Wirtschaftsthemen. Bei kostenfrage.com bereite ich komplexe Finanzfragen so auf, dass du Kosten, Konditionen und finanzielle Entscheidungen besser nachvollziehen kannst.“ Die Beiträge von Wolfgang Peters basieren auf umfangreicher Recherche, aktuellen Daten und fundierten Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen.

Dieser Artikel wurde zusätzlich vom unabhängigen Fachbeirat fachlich geprüft.

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