Ratgeber-Standard

Terrasse bauen Kosten 2026: Preise nach Material im Überblick

SS
Stefan Seidel · Aktualisiert 11. September 2026 · 4 Min. Lesezeit

Kurzantwort: Eine neue Terrasse kostet 2026 komplett inklusive Unterbau zwischen 80 € und 450 € pro Quadratmeter, je nach Material: Betonplatten ab 80 €/m², heimisches Holz 90–200 €/m², Naturstein oder Tropenholz bis zu 350 €/m². Eine 25-m²-Terrasse kostet damit grob 3.000 € im einfachen bis über 13.000 € im hochwertigen Ausbau durch einen Fachbetrieb.

Was kostet die Terrasse pro Quadratmeter je nach Material?

Die Materialwahl bestimmt den Preis stärker als fast jeder andere Faktor – zwischen Betonplatten und hochwertigem Naturstein liegt oft mehr als das Doppelte.

Material Nur Material €/m² Komplett inkl. Unterbau €/m²
Betonplatten 15–90 € 80–180 €
Holz heimisch (Kiefer, Douglasie) 20–100 € 90–200 €
WPC (Holz-Kunststoff-Verbund) 25–160 € 120–280 €
Naturstein 30–220 € 150–350 €
Tropenholz (Bangkirai) 70–200 € 150–300 €

Was kostet eine Terrasse je nach Größe?

Die Gesamtkosten skalieren mit der Fläche annähernd linear – hier eine Beispielrechnung für drei typische Terrassengrößen und drei Ausstattungsniveaus.

Fläche Einfach Mittel Hochwertig
15 m² 1.800–2.850 € 2.300–4.500 € 4.500–7.900 €
25 m² 3.000–4.750 € 3.900–7.500 € 7.500–13.100 €
40 m² 4.600–7.200 € 6.200–11.500 € 12.000–20.000 €

Zusatzkosten: Unterbau, Geländer & Überdachung

Neben dem sichtbaren Belag machen Unterbau und Ausstattung oft einen erheblichen Teil der Gesamtsumme aus.

Position Preis
Unterbau (Aushub, Schotter, Planum) 25–80 €/m²
Betonfundament 40–70 €/m²
Geländer/Brüstung (je nach Material) 20–300 €/lfm
Terrassenüberdachung 400–1.900 €/m² zusätzlich
Entwässerungsrinne 80–350 €/lfm

Wovon hängen die Kosten ab?

Der größte Kostentreiber ist das gewählte Material, gefolgt vom Aufwand für den Unterbau – Gefälle, Entwässerung und Fundament können je nach Bodenbeschaffenheit stark variieren. Auch die Region spielt eine Rolle: Handwerkerstundensätze im Garten- und Landschaftsbau liegen in Westdeutschland im Schnitt bei rund 64 €, in Ostdeutschland bei rund 54 € netto. Zusätzlich entscheidet der Anteil an Eigenleistung über den Preis: Wer Aushub und Unterbau selbst übernimmt, spart gegenüber der Komplettbeauftragung durch einen Fachbetrieb oft mehrere hundert Euro.

Tipps zum Sparen beim Terrassenbau

  • Unterbau in Eigenleistung: Aushub, Kies- und Schotterschicht sowie Verdichtung selbst übernehmen spart oft mehrere hundert Euro, da der Unterbau 20 bis 30 % der Gesamtsumme ausmachen kann.
  • Restposten und Sonderangebote nutzen: Terrassenplatten und -dielen aus Auslaufkollektionen sind bei Baumärkten oft 30 bis 50 % günstiger als reguläre Ware.
  • Größe realistisch planen: Da der Preis pro Quadratmeter über verschiedene Flächengrößen relativ konstant bleibt, lohnt es sich, die Fläche auf den tatsächlichen Bedarf zu begrenzen.
  • Mehrere Angebote einholen: Handwerkerpreise schwanken regional bis zu 15 % – mindestens drei Vergleichsangebote einholen und Unterbau sowie Entwässerung explizit mit anfragen.
  • Kommunale Förderungen prüfen: Bei versickerungsfähigen Belägen bieten manche Kommunen reduzierte Niederschlagswassergebühren oder Zuschüsse für Entsiegelung an.

Häufige Fragen

Was kostet eine 20 m² Terrasse komplett?
Je nach Material und Ausführung zwischen ca. 2.400 € für eine einfache Beton- oder WPC-Variante und über 10.000 € für eine hochwertige Naturstein- oder Tropenholz-Variante inklusive Unterbau.
Welches Material ist am günstigsten?
Betonplatten sind mit 15–90 €/m² Material und 80–180 €/m² komplett am günstigsten, gefolgt von heimischem Holz. Naturstein und Tropenholz liegen mit bis zu 350 €/m² komplett am teuersten.
Brauche ich eine Baugenehmigung für eine Terrasse?
Meist nicht, solange die Terrasse ebenerdig ist und keine Überdachung über bestimmten Grenzwerten hat. Die genauen Schwellenwerte variieren je nach Bundesland – im Zweifel beim Bauamt nachfragen.
WPC oder Holz – was lohnt sich mehr?
WPC liegt preislich zwischen heimischem Holz und Tropenholz, ist aber pflegeleichter und witterungsbeständiger. Heimisches Holz ist in der Anschaffung günstiger, erfordert aber regelmäßiges Ölen; Tropenholz wie Bangkirai ist widerstandsfähiger, aber deutlich teurer.
!

Alle genannten Preise sind Richtwerte auf Basis aktueller Marktdaten ohne Gewähr und können je nach Anbieter, Region und individuellen Faktoren abweichen.

Quellen

SS
Stefan Seidel Bausachverständiger, Sachverständiger (IHK), 20 Jahre Erfahrung
„Seit 20 Jahren beschäftige ich mich professionell mit Gebäuden und ihrer fachlichen Bewertung. Bei kostenfrage.com bringe ich meine Erfahrung als Sachverständiger ein, damit du Kosten für Bau-, Sanierungs- und Immobilienprojekte besser nachvollziehen kannst.“ Die Beiträge von Stefan Seidel basieren auf umfangreicher Recherche, aktuellen Daten und fundierten Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen.

Das könnte dich auch interessieren