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Nachnahme Kosten 2026: Gebühren im Überblick

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Volker Nehle · Aktualisiert 11. September 2026 · 4 Min. Lesezeit

Kurzantwort: Nachnahme kostet 2026 bei DHL Paket eine Festgebühr von 7,49 € netto (rund 8,91 € brutto) zusätzlich zum Versandpreis, unabhängig von der Höhe des Nachnahmebetrags – bis zu einer Obergrenze von 3.500 €. Die Deutsche Post hat die Brief-Nachnahme zum 31.12.2024 eingestellt, DPD bereits 2019. GLS erhebt über den CashService ebenfalls eine Gebühr, nur UPS rechnet prozentual (0,3 % des Warenwerts, mind. 8,20 €).

Was kostet Nachnahme bei den großen Paketdiensten?

Bei DHL, GLS und UPS ist Nachnahme weiterhin buchbar, bei der Deutschen Post und bei DPD wurde der Service dagegen komplett eingestellt. Die Gebühr wird bei den meisten Anbietern als Festbetrag pro Sendung berechnet – nur UPS rechnet prozentual vom Warenwert mit Mindestbetrag.

Anbieter Nachnahme 2026 aktiv? Gebühr Maximalbetrag
DHL Paket (national) Ja 7,49 € netto (≈ 8,91 € brutto) 3.500 €
Deutsche Post (Brief) Nein, seit 31.12.2024 eingestellt
DPD Nein, seit 2019 eingestellt
GLS (CashService) Ja ca. 7–9 € (Händlergebühr) 2.500 €
UPS Ja 0,3 % des Warenwerts, mind. 8,20 € 5.000 USD

Was kostet Versand plus Nachnahme in der Praxis?

Zur Nachnahmegebühr kommt immer noch der normale Grundversandpreis hinzu, der sich nach Paketgröße und Gewicht richtet. Da die Nachnahmegebühr ein Festbetrag ist, fällt sie bei kleinen Warenwerten prozentual besonders stark ins Gewicht.

Beispiel (DHL Paket) Grundpreis Versand Nachnahmegebühr Gesamtkosten
Kleines Paket, bis 2 kg 6,19 € 8,91 € 15,10 €
Mittleres Paket, bis 5 kg 7,69 € 8,91 € 16,60 €
Größeres Paket, bis 10 kg 10,49 € 8,91 € 19,40 €
Großes Paket, bis 31,5 kg 23,99 € 8,91 € 32,90 €

Nachnahme im Vergleich zu anderen Zahlungsarten

Weil Nachnahme für Käufer umständlich und für Händler teuer ist, nutzen laut Marktdaten nur noch rund 6 % der Online-Shopper diese Zahlungsart. Digitale Alternativen sind meist sowohl günstiger als auch schneller beim Geldeingang.

Zahlungsart Zusatzkosten für den Käufer Sicherheit für den Verkäufer
Vorkasse keine hoch – Geld vor Versand auf dem Konto
PayPal keine (ggf. Gebühr beim Verkäufer) hoch – Käufer-/Verkäuferschutz
Rechnungskauf keine niedrig – Zahlungsausfallrisiko
Nachnahme 7,49–9 € Festgebühr mittel – Bargeld erst bei Zustellung

Wovon hängen die Kosten ab?

Der größte Faktor ist die Wahl des Paketdienstes: DHL, GLS und UPS bieten Nachnahme noch an, Deutsche Post und DPD nicht mehr. Der Warenwert selbst beeinflusst die Gebühr nicht, solange er unter der jeweiligen Obergrenze liegt – er bestimmt nur, wie stark sich die Festgebühr prozentual bemerkbar macht. Zusätzlich schlägt der normale Grundversandpreis nach Gewicht und Größe zu Buche. Ob der Händler die Nachnahmegebühr selbst trägt oder an den Käufer weitergibt, ist zudem reine Verhandlungssache zwischen den Vertragspartnern.

Tipps zum Sparen bei Nachnahme-Versand

  • Nur bei unbekannten Neukunden nutzen: Bei Bestandskunden lohnt sich der Wechsel zu Vorkasse oder Rechnung, da die Festgebühr bei kleinen Warenwerten unverhältnismäßig teuer ist.
  • Digitale Zahlungsabsicherung statt Nachnahme: PayPal-Verkäuferschutz oder Vorkasse spart die komplette Nachnahmegebühr und beschleunigt zugleich den Geldeingang.
  • Geschäftskundentarife nutzen: Bei DHL und GLS sind Nachnahmeentgelte im Vielversender-Vertrag oft günstiger als der Einzelpreis für Privatkunden.
  • Sendungen bündeln: Mehrere Artikel in einem Paket zusammenfassen, damit die Nachnahmegebühr nur einmal statt mehrfach anfällt.
  • Passendes Bargeld bereithalten: Empfänger vermeiden so Zustellverzögerungen oder eine Annahmeverweigerung, die zusätzliche Rücksendekosten verursachen kann.

Häufige Fragen

Ist Nachnahme bei DHL 2026 noch möglich?
Ja. DHL Paket national bietet den Service weiter an, die Gebühr liegt bei 7,49 € netto zzgl. MwSt., der Höchstbetrag bei 3.500 €. Ab Ende Juli 2026 kommt zusätzlich kontaktlose Kartenzahlung per Girocard hinzu. Die Deutsche Post hat die Brief-Nachnahme dagegen zum 31.12.2024 eingestellt, DPD bereits 2019.
Wer zahlt die Nachnahmegebühr?
Der Absender bucht und bezahlt die Gebühr gegenüber dem Paketdienst, gibt sie in der Praxis aber meist über den Versandpreis an den Empfänger weiter. Der eigentliche Nachnahmebetrag wird vom Empfänger bei Zustellung bar bezahlt.
Was passiert, wenn der Empfänger nicht zahlt?
Der Zusteller liefert nur gegen Zahlung aus; verweigert der Empfänger, geht das Paket unzugestellt an den Absender zurück. Die bereits gezahlte Nachnahmegebühr bleibt dabei fällig, da die Nichtzustellung nicht vom Paketdienst zu vertreten ist.
Gibt es Alternativen zur Nachnahme?
Ja: Vorkasse, Rechnungskauf, PayPal, Kreditkarte, Sofortüberweisung oder Klarna. Nur noch rund 6 % der Online-Shopper finden Nachnahme attraktiv, weshalb viele Händler und auch DPD und die Deutsche Post den Service reduziert oder eingestellt haben.
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Alle genannten Preise sind Richtwerte auf Basis aktueller Marktdaten ohne Gewähr und können je nach Anbieter, Region und individuellen Faktoren abweichen.

Quellen

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Volker Nehle Verbraucherredakteur Alltag, Bürokaufmann, Online-Blogger seit 15 Jahren
„Seit 15 Jahren schreibe ich online über praktische Themen, die uns im Alltag begegnen. Bei kostenfrage.com recherchiere ich Preise und Kosten, damit du schon vor einer Anschaffung oder Dienstleistung weißt, womit du ungefähr rechnen musst.“ Die Beiträge von Volker Nehle basieren auf umfangreicher Recherche, aktuellen Daten und fundierten Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen.

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