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Immobilienmakler Kosten 2026: Maklerprovision im Überblick
Kurzantwort: Beim Immobilienkauf beträgt die Maklerprovision in den meisten Bundesländern insgesamt 7,14 % des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer, in einigen Regionen wie Hessen, Bremen oder Mecklenburg-Vorpommern nur 5,95 %. Seit dem 23. Dezember 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision bei Wohnungen und Einfamilienhäusern in der Regel hälftig. Bei einem Kaufpreis von 500.000 € entspricht das rund 35.700 € Gesamtprovision, also je 17.850 € pro Partei. Bei der Vermietung gilt dagegen das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, zahlt ihn – meist der Vermieter.
Wie hoch ist die Maklerprovision beim Immobilienkauf 2026?
Die Höhe der Maklerprovision ist in Deutschland nicht bundesweit einheitlich geregelt, sondern hat sich regional unterschiedlich als Marktstandard etabliert. In den meisten Bundesländern liegt die Gesamtprovision bei 7,14 % des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer, einige Regionen begnügen sich traditionell mit weniger.
| Bundesland | Gesamtprovision inkl. MwSt. | Anteil je Partei |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg, Bayern, Berlin | 7,14 % | 3,57 % |
| Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern | 5,95 % | 2,98 % |
| Hamburg | 6,25 % | 3,12 % |
| Niedersachsen (je nach Region) | 4,76–7,14 % | 2,38–3,57 % |
| Übrige Bundesländer | 7,14 % | 3,57 % |
Wer zahlt die Provision – und wie viel bei welchem Kaufpreis?
Seit dem Gesetz vom 23. Dezember 2020 (§§ 656a–656d BGB) teilen sich Käufer und Verkäufer von Wohnungen und Einfamilienhäusern die Maklerprovision in der Regel zu gleichen Teilen. Beauftragt nur eine Partei den Makler, darf die andere höchstens denselben Anteil übernehmen. Die folgende Tabelle zeigt, wie sich das bei typischen Kaufpreisen auswirkt.
| Kaufpreis | Gesamtprovision (7,14 %) | Anteil je Partei |
|---|---|---|
| 200.000 € | 14.280 € | 7.140 € |
| 300.000 € | 21.420 € | 10.710 € |
| 500.000 € | 35.700 € | 17.850 € |
| 800.000 € | 57.120 € | 28.560 € |
Maklerprovision bei Miete und Alternativen zum klassischen Makler
Bei Mietwohnungen gilt seit Juni 2015 das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, muss ihn auch bezahlen – in der Praxis meist der Vermieter. Beauftragt ausnahmsweise der Mieter selbst einen Makler, ist die Provision gesetzlich auf maximal zwei Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer gedeckelt. Wer die klassische prozentuale Provision umgehen möchte, findet inzwischen mehrere Alternativen am Markt.
| Modell | Typische Kosten | Merkmal |
|---|---|---|
| Klassischer Makler (Kauf) | 5,95–7,14 % | Volles Leistungspaket, hälftig geteilt |
| Makler bei Vermietung | max. 2 Nettokaltmieten | Bestellerprinzip: zahlt meist der Vermieter |
| Online-/Festpreismakler | ca. 2.000–5.000 € | Lohnt sich bei hochpreisigen Objekten |
| Privatverkauf ohne Makler | 0 € Provision | Eigener Aufwand für Vermarktung & Abwicklung |
Wovon hängen die Kosten ab?
Der wichtigste Faktor ist das Bundesland, in dem die Immobilie liegt, da sich dort regional unterschiedliche Provisionssätze als Marktstandard etabliert haben. Auch der Kaufpreis selbst wirkt sich direkt proportional aus, da die Provision stets als Prozentsatz berechnet wird – je teurer die Immobilie, desto höher die absolute Summe. Ob ein klassischer Makler mit vollem Leistungsumfang oder ein Online-Festpreismakler beauftragt wird, verändert die Kostenstruktur grundlegend: Bei sehr hochpreisigen Objekten kann eine Pauschale von wenigen Tausend Euro deutlich günstiger sein als der prozentuale Satz. Schließlich lässt sich bei Objekten ab etwa 500.000 € häufig noch ein Verhandlungsspielraum von 0,5 bis 1 Prozentpunkten herausholen.
Tipps zum Sparen bei der Maklerprovision
- Festpreismakler prüfen: Bei teuren Objekten kann eine Pauschale von 2.000–5.000 € deutlich günstiger sein als der prozentuale Satz.
- Provision verhandeln: Ab einem Kaufpreis von rund 500.000 € ist häufig ein Nachlass von 0,5 bis 1 Prozentpunkten möglich.
- Maklervertrag genau prüfen: Seit 2020 muss der Vertrag in Textform vorliegen – mündliche Zusagen sind unwirksam und begründen keinen Provisionsanspruch.
- Reservierungsgebühren hinterfragen: Laut BGH-Urteil von 2023 sind vorab verlangte Reservierungsgebühren per AGB unzulässig und müssen zurückgezahlt werden.
- Bei Vermietung auf das Bestellerprinzip pochen: Beauftragt der Vermieter den Makler, darf dem Mieter dafür keine Provision in Rechnung gestellt werden.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Maklerprovision in Deutschland 2026?
Wer zahlt die Maklerprovision beim Hauskauf – Käufer oder Verkäufer?
Muss ich bei einer Mietwohnung Maklerprovision zahlen?
Gibt es Alternativen zur klassischen prozentualen Maklerprovision?
Alle genannten Preise sind Richtwerte auf Basis aktueller Marktdaten ohne Gewähr und können sich je nach Region und Anbieter unterscheiden. Diese Seite ersetzt keine individuelle Rechts- oder Immobilienberatung.
Quellen
- Maklerprovision 2026: Höhe, Berechnung & wer zahlt (immobilienscout24.de)
- Maklerprovision 2026 – Höhe, Berechnung & wer zahlt? (homeday.de)
- Maklergebühren bei Immobilien: Welche sind erlaubt, welche nicht? (verbraucherzentrale.de)
- Maklerprovision 2026: Höhe, Regelung & wer zahlt – Übersicht nach Bundesländern (baufi24.de)
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