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Führerschein Kosten: Was Klasse B 2026 wirklich kostet

JV
Jörg Vogel · Aktualisiert 8. September 2026 · 4 Min. Lesezeit

Kurzantwort: Der Führerschein Klasse B kostet 2026 im Bundesdurchschnitt zwischen 3.500 € und 6.000 €. Darin enthalten sind Grundgebühr, Theorieunterricht, die zwölf Pflicht-Sonderfahrten, die Prüfungsgebühren für TÜV oder DEKRA sowie Lernmaterial. Den größten Einfluss auf den Endpreis haben die Anzahl der zusätzlichen Übungsstunden und die Region, in der du deinen Führerschein machst.

Was kostet der Führerschein Klasse B insgesamt?

Für den Führerschein Klasse B zahlst du 2026 im Durchschnitt 3.500–6.000 €. Die Spanne ist deshalb so groß, weil sich die Kosten aus vielen einzelnen Posten zusammensetzen, die je nach Fahrschule, Region und persönlichem Lerntempo stark variieren. Ein Teil der Gebühren ist gesetzlich festgelegt und damit überall gleich, ein anderer Teil – vor allem die Fahrstunden – hängt davon ab, wie viel Übung du tatsächlich brauchst.

Grundgebühr der Fahrschule

Die Grundgebühr deckt die Anmeldung, die Verwaltung und in der Regel den Theorieunterricht ab. Sie liegt meist zwischen 600 € und 950 €. Dazu kommen kleinere Pflichtposten: ein Sehtest für 7–15 €, ein Erste-Hilfe-Kurs für 50–85 €, der Antrag bei der Führerscheinstelle für 38–70 € sowie biometrische Passbilder für 10–20 €.

Theorieunterricht und Lernmaterial

Vorgeschrieben sind zwölf Doppelstunden Grundstoff und zwei Doppelstunden Zusatzstoff à 90 Minuten. Diese sind bei den meisten Fahrschulen bereits in der Grundgebühr enthalten. Für Lernmaterial wie Lehrbuch und Zugang zur Lern-App solltest du zusätzlich 120–180 € einplanen.

Praktische Ausbildung: Übungsstunden und Sonderfahrten

Pflicht sind zwölf Sonderfahrten à 45 Minuten: vier auf der Autobahn, fünf über Land und drei bei Nacht. Diese kosten pro Fahrt 95–135 €, weil sie meist etwas teurer abgerechnet werden als normale Übungsstunden. Reguläre Übungsstunden kosten je 45 Minuten 75–110 € – wie viele davon du brauchst, ist individuell verschieden und der Posten, der den Gesamtpreis am stärksten nach oben oder unten verschiebt.

Prüfungsgebühren: Theorie- und praktische Prüfung

Die amtlichen Prüfungsgebühren sind gesetzlich festgelegt und bei TÜV und DEKRA identisch: 24,99 € für die theoretische Prüfung und rund 130 € für die praktische Prüfung. Dazu kommt jeweils ein Betrag, den die Fahrschule für die Vorstellung zur Prüfung berechnet – 70–150 € für die Theorie und 250–400 € für die Praxis. Fällst du durch, werden beide Gebühren für die Wiederholungsprüfung erneut fällig.

Posten Kosten
Grundgebühr Fahrschule (inkl. Theorieunterricht) 600–950 €
Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs, Antrag, Passbilder 105–190 €
12 Sonderfahrten (Autobahn/Überland/Nacht) 1.140–1.620 €
Zusätzliche Übungsstunden (ca. 10–20 Std.) 750–2.200 €
Theorieprüfung (Behörde + Fahrschule) 95–175 €
Praktische Prüfung (Behörde + Fahrschule) 380–530 €
Lernmaterial 120–180 €
Gesamtkosten (Durchschnitt) 3.500–6.000 €

Was den Preis am stärksten beeinflusst

Der größte Kostenfaktor sind die Fahrstunden – wie viele du zusätzlich zu den Pflichtfahrten brauchst, hängt von Vorerfahrung, Übungsfrequenz und Fahrtalent ab. Daneben spielt die Region eine große Rolle: In Großstädten und Bundesländern wie Bayern liegen die Preise pro Fahrstunde oft bei 35–45 €, in ländlichen Gebieten und Teilen Ostdeutschlands teils schon ab 24 €.

  • Region: Fahrstundenpreise schwanken bundesweit zwischen rund 24 € und 45 € pro 45 Minuten.
  • Anzahl Übungsstunden: Der mit Abstand variabelste und größte Einzelposten der Gesamtkosten.
  • Automatik vs. Schaltung: Die Gebühren selbst unterscheiden sich kaum, ein Automatik-Führerschein spart aber oft ein paar Übungsstunden, da das Schalten entfällt – dafür gilt die Fahrerlaubnis zunächst nur für Automatikfahrzeuge (Schlüsselzahl 78).
  • Durchfallquote: Jede nicht bestandene Prüfung kostet die volle Prüfungsgebühr erneut.

Häufige Fragen

Wie viel kostet der Führerschein Klasse B 2026 im Durchschnitt?
Im Bundesdurchschnitt liegen die Gesamtkosten bei 3.500–6.000 €, abhängig vor allem von der Region und der Anzahl benötigter Übungsstunden.
Warum sind die Prüfungsgebühren bei TÜV und DEKRA identisch?
Die amtlichen Gebühren für Theorie- und praktische Prüfung sind gesetzlich in einer Gebührenordnung festgelegt und gelten unabhängig von der Prüforganisation.
Ist ein Automatik-Führerschein günstiger als einer mit Schaltung?
Die Fahrschulgebühren selbst unterscheiden sich kaum, aber du brauchst mit Automatik oft weniger Übungsstunden. Dafür ist die Fahrerlaubnis zunächst auf Automatikfahrzeuge beschränkt.
Wie viele Sonderfahrten sind für die Klasse B Pflicht?
Vorgeschrieben sind zwölf Sonderfahrten à 45 Minuten: vier auf der Autobahn, fünf über Land und drei bei Nacht.

Quellen

JV
Jörg Vogel Automobil-Fachjournalist, Studium Germanistik & Anglistik, Fachjournalist für Automobile seit 10 Jahren
„Seit 10 Jahren beschäftige ich mich als Fachjournalist intensiv mit Autos und Mobilität. Bei kostenfrage.com recherchiere und erkläre ich, welche Kosten rund ums Auto entstehen und worauf du dabei achten solltest.“ Die Beiträge von Jörg Vogel basieren auf umfangreicher Recherche, aktuellen Daten und fundierten Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen.

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