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Ferienlager Kosten 2026: Preise pro Woche & Zuschüsse im Überblick

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Judith Hesse · Aktualisiert 11. September 2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurzantwort: Ein klassisches Ferienlager mit Übernachtung kostet in Deutschland 2026 meist 300 bis 700 € pro Woche, je nach Träger, Ausstattung und Programm – spezialisierte Themencamps der DJH-Jugendherbergen liegen mit Vollpension oft bei 570 bis 640 € pro Woche. Tagescamps ohne Übernachtung sind deutlich günstiger und kosten rund 230 bis 270 € pro Woche (Montag bis Freitag, meist 8 bis 17 Uhr). Kommunale Ferienprogramme verlangen oft nur wenige Euro pro Aktion oder sind kostenlos. Familien mit geringem Einkommen können über das Bildungspaket bis zu 15 € monatlich (180 € pro Jahr) für Ferien- und Zeltlager beantragen, Arbeitgeber dürfen zudem bis zu 600 € jährlich steuerfrei für Notfallbetreuung zuschießen.

Was kostet ein Ferienlager 2026?

Die Preisspanne für Ferienlager und Feriencamps ist groß, weil Übernachtung, Verpflegung und Trägerform stark variieren. Von der kostenlosen kommunalen Ferienaktion bis zum betreuten Sprachcamp im Ausland liegen mehrere hundert Euro Unterschied pro Woche.

Camp-Typ Preis pro Woche
Tagescamp ohne Übernachtung 230–270 €
Klassisches Zeltlager/Ferienlager (Übernachtung) 300–500 €
Themencamp DJH-Jugendherberge (Vollpension) 570–640 €
Premium-Feriencamp/Sprachreise im Ausland 700–1.200 €

Tagescamp oder Übernachtungscamp: Preisvergleich im Detail

Ob sich ein Tages- oder ein Übernachtungscamp lohnt, hängt vom Budget und Alter des Kindes ab. Tagescamps sind günstiger, weil Unterkunft und Vollverpflegung entfallen, dafür müssen Eltern Hin- und Rückweg selbst organisieren.

Camp-Typ Preis pro Tag Preis pro Woche
Tagescamp, kommunaler Träger 20–35 € 150–270 €
Tagescamp, privater Anbieter (z. B. Sportcamp) 45–55 € 230–270 €
Übernachtungscamp, einfaches Zeltlager 50–70 € 300–500 €
Übernachtungscamp, Vollpension/Themencamp 80–95 € 570–640 €

Zusatzkosten und Zuschüsse beim Ferienlager

Zum reinen Teilnahmepreis kommen oft weitere Posten hinzu – gleichzeitig gibt es für einkommensschwache Familien mehrere Zuschussmöglichkeiten, die die Gesamtkosten spürbar senken können.

Posten Kosten
Anreise/Bahnfahrt zum Lagerort 20–60 €
Taschengeld pro Woche 20–40 €
Ausrüstung (Schlafsack, Rucksack etc., einmalig) 30–100 €
Bildungspaket-Zuschuss (bei Bürgergeld, Wohngeld u. a.) bis 180 €/Jahr
Arbeitgeberzuschuss für Notfallbetreuung (steuerfrei) bis 600 €/Jahr

Wovon hängen die Kosten ab?

Der größte Preistreiber ist die Übernachtung: Sobald Unterkunft und Vollverpflegung dazukommen, verdoppelt bis verdreifacht sich der Preis gegenüber einem reinen Tagescamp. Auch die Verpflegungsform macht einen Unterschied – Vollpension in einer Jugendherberge ist teurer als Selbstverpflegung im Zeltlager mit Küchendienst der Teilnehmenden.

Die Trägerform spielt ebenfalls eine große Rolle: Gemeinnützige Organisationen wie DJH, Pfadfinderverbände, das DRK oder die Falken kalkulieren häufig kostendeckend und ohne Gewinnabsicht, während kommerzielle Sprach- und Sportcamps deutlich höhere Margen einpreisen. Lage und Anreiseweg beeinflussen die Kosten zusätzlich – ein Camp im Ausland oder an der Küste ist wegen Transport und Unterkunft teurer als ein Standort in der Region.

Weitere Faktoren sind die Gruppengröße und der Betreuerschlüssel (kleinere Gruppen mit mehr Personal kosten mehr), die Dauer (ein- oder zweiwöchige Camps haben oft einen günstigeren Preis pro Tag) sowie thematische Spezialisierungen wie Reiten, Segeln oder Sprachförderung, die zusätzliche Ausstattung und Fachpersonal erfordern und den Preis nach oben treiben.

Tipps zum Sparen bei Ferienlager-Kosten

  • Frühbucherrabatt nutzen: Wer bereits im Winter oder Frühjahr für den Sommer bucht, spart bei vielen Anbietern 5 bis 15 % des Teilnahmepreises.
  • Bildungspaket beantragen: Familien mit Bürgergeld, Wohngeld, Kinderzuschlag oder Sozialhilfe können beim Jobcenter oder der Kommune bis zu 15 € monatlich für Ferienlager und Zeltlager beantragen.
  • Gemeinnützige Träger bevorzugen: Angebote von DJH-Jugendherbergen, Pfadfinderverbänden, DRK oder kirchlichen Trägern sind oft 30 bis 50 % günstiger als kommerzielle Feriencamps mit vergleichbarem Programm.
  • Geschwister- und Mehrkinderrabatte prüfen: Viele Veranstalter gewähren Ermäßigungen ab dem zweiten angemeldeten Kind einer Familie.
  • Arbeitgeberzuschuss abfragen: Manche Unternehmen bezuschussen Ferienbetreuung ihrer Beschäftigten mit bis zu 600 € pro Jahr steuerfrei – ein Blick in die Personalabteilung lohnt sich.

Häufige Fragen

Was kostet ein Ferienlager pro Woche?
Ein Ferienlager mit Übernachtung kostet 2026 im Schnitt 300 bis 700 € pro Woche. Einfache Zeltlager gemeinnütziger Träger liegen eher bei 300 bis 500 €, Themencamps mit Vollpension in Jugendherbergen bei 570 bis 640 €.
Was kostet ein Tagescamp pro Tag?
Ein Tagescamp ohne Übernachtung kostet je nach Träger zwischen 20 und 55 € pro Tag, also rund 230 bis 270 € für eine Betreuungswoche von Montag bis Freitag, meist 8 bis 17 Uhr.
Wer kann das Bildungspaket für ein Ferienlager beantragen?
Anspruch haben Familien, die Bürgergeld, Wohngeld, Kinderzuschlag, Sozialhilfe oder Asylbewerberleistungen beziehen. Der Zuschuss beträgt bis zu 15 € pro Monat bzw. 180 € pro Jahr und lässt sich für Ferien- und Zeltlager ansparen und einlösen.
Sind Zeltlager günstiger als Camps in der Jugendherberge?
Ja. Klassische Zeltlager mit Selbstverpflegung und einfacher Ausstattung kosten in der Regel 300 bis 500 € pro Woche, während Camps mit Vollpension und festem Programm in DJH-Jugendherbergen häufig bei 570 bis 640 € liegen.
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Alle genannten Preise sind Richtwerte auf Basis aktueller Marktdaten ohne Gewähr und können sich je nach Anbieter und Region unterscheiden. Diese Seite ersetzt keine individuelle Beratung.

Quellen

JH
Judith Hesse Verbraucherredakteurin Reisen, Tourismuskauffrau (IHK), 13 Jahre Erfahrung
„Als ausgebildete Tourismuskauffrau beschäftige ich mich seit 13 Jahren professionell mit Reisen und Tourismus. Bei kostenfrage.com zeige ich, welche Kosten bei Reisen entstehen und worauf du bei der Planung und Buchung achten solltest.“ Die Beiträge von Judith Hesse basieren auf umfangreicher Recherche, aktuellen Daten und fundierten Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen.

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