Ratgeber-Standard
Fassadendämmung Kosten 2026: Preise pro Quadratmeter
Kurzantwort: Eine Fassadendämmung kostet 2026 je nach Dämmmaterial und Ausführung 120–250 € pro Quadratmeter, bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 150 m² Fassadenfläche ergeben sich Gesamtkosten von 18.000–37.500 €. Fördermittel können einen Teil der Investition abdecken.
Was kostet die Dämmung pro Quadratmeter nach Material?
Das gewählte Dämmmaterial hat den größten Einfluss auf den Quadratmeterpreis der Fassadendämmung.
| Dämmmaterial | Dämmwirkung | Preis pro m² |
|---|---|---|
| Polystyrol (EPS) | gut, günstig | 120–160 € |
| Mineralwolle | sehr gut, nicht brennbar | 150–200 € |
| Holzfaser (ökologisch) | sehr gut, diffusionsoffen | 180–250 € |
Was kostet die Fassadendämmung nach Hausgröße?
Die Gesamtkosten skalieren mit der zu dämmenden Fassadenfläche des jeweiligen Gebäudes.
| Fassadenfläche | Dämmmaterial | Gesamtkosten |
|---|---|---|
| 100 m² (kleines Haus) | Polystyrol | 12.000–16.000 € |
| 150 m² (Einfamilienhaus) | Mineralwolle | 22.500–30.000 € |
| 220 m² (großes Haus) | Holzfaser | 39.600–55.000 € |
Welche Zusatzkosten kommen hinzu?
Neben dem reinen Dämmmaterial fallen bei einer Fassadensanierung weitere Nebenkosten an.
| Position | Details | Kosten |
|---|---|---|
| Gerüstaufbau | je nach Hausgröße | 1.500–4.000 € |
| Fensterbänke & Anschlüsse erneuern | optional | 500–2.000 € |
| Fassade neu verputzen/streichen | nach Dämmung | 15–30 €/m² |
Wovon hängen die Kosten ab?
Die Kosten einer Fassadendämmung hängen vor allem vom gewählten Dämmmaterial ab, da ökologische Baustoffe wie Holzfaser deutlich teurer sind als klassisches Polystyrol. Auch die Dämmstärke, die sich nach den energetischen Anforderungen des Gebäudes richtet, beeinflusst den Materialbedarf und damit den Preis. Die Fassadenfläche und die Komplexität der Fassade, etwa durch viele Fenster, Erker oder Balkone, wirken sich auf den Arbeitsaufwand aus. Zusätzlich spielt die Notwendigkeit eines Gerüsts sowie regionale Handwerkerpreise eine Rolle.
Tipps zum Sparen bei der Fassadendämmung
- KfW-Förderung beantragen: Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) lassen sich bis zu 20 % der Kosten einer Fassadendämmung als Zuschuss erstatten.
- Mehrere Angebote einholen: Die Preise für Material und Handwerkerleistung unterscheiden sich regional stark, ein Vergleich mehrerer Angebote lohnt sich fast immer.
- Dämmung mit ohnehin geplanter Sanierung kombinieren: Wer die Fassade sowieso neu verputzen oder streichen lässt, spart durch die gemeinsame Beauftragung Gerüst- und Anfahrtskosten.
- Fördermittel vor Auftragsvergabe klären: Ein Förderantrag muss meist vor Beginn der Baumaßnahme gestellt werden, eine frühzeitige Beratung durch einen Energieberater ist daher sinnvoll.
- Standarddämmstoffe statt Sonderlösungen wählen: Wo keine besonderen ökologischen oder brandschutztechnischen Anforderungen bestehen, sparen klassische Polystyrolplatten gegenüber Spezialdämmstoffen deutlich.
Häufige Fragen
Lohnt sich eine Fassadendämmung finanziell?
Welche Dämmstärke ist 2026 üblich?
Ist für eine Fassadendämmung eine Baugenehmigung nötig?
Wie lange dauert die Dämmung einer durchschnittlichen Fassade?
Die genannten Preise sind Richtwerte für 2026 und können je nach Region, Dämmstärke und Anbieter abweichen.
Quellen
- Verbraucherzentrale – Fassadendämmung im Überblick
- KfW – Förderung energieeffizientes Sanieren
- Bundesverband Deutscher Fertigbau
- co2online – Dämmkosten und Einsparpotenzial
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